Die Begegnung mit dem Geist des Hikuri

09/11/2023 Unter Huichol-Kunsthandwerk 0

Die Begegnung mit dem Geist des Hikuri

Die alten Leute sagen, dass vor langer, langer Zeit, in der huicholisches Hochland trafen sich die Großeltern, um über die Situation zu sprechen, in der sie sich befanden. Ihre Leute waren krank, es gab keine Nahrung, kein Wasser, der Regen blieb aus und das Land war trocken.

Sie beschlossen, die vier junge Menschen aus der GemeindeDie Aufgabe bestand darin, Lebensmittel zu finden und sie in ihre Gemeinschaft zurückzubringen, um sie zu teilen, egal ob es zu viel oder zu wenig war. Jeder repräsentierte ein Element, d.h. Feuer, Wasser, Luft und Erde. Am nächsten Morgen machten sich die vier jungen Männer auf den Weg, jeder mit Pfeil und Bogen. Sie wanderten tagelang, bis eines Nachmittags ein großer, fetter Hirsch aus einem Gebüsch sprang. Die jungen Männer waren müde und hungrig, aber als sie das Reh sahen, vergaßen sie alles und begannen, ihm hinterherzulaufen, ohne es aus den Augen zu verlieren.

Der Hirsch sah die jungen Männer und hatte Mitleid mit ihnen. Er ließ sie eine Nacht lang ausruhen und holte sie am nächsten Tag ab, um die Jagd fortzusetzen. Wochen vergingen, bis sie die Wirikuta (Wüste von San Luis Potosí und heiliger Pfad des Huichol-Volkes). Sie waren direkt am Tor neben dem Nasenhügel, wo ein Erdgeist wohnt, und sie sahen das Reh in diese Richtung springen. Sie schworen, dass es in diese Richtung gegangen war, sie suchten es, konnten es aber nicht finden. Plötzlich schoss einer von ihnen einen Pfeil ab, der auf einer großen Hirschfigur landete, die sich in der Erde aus Peyote-Pflanzen gebildet hatte.

Alle zusammen leuchteten in der Sonne, wie Smaragde, die in eine Richtung blicken. Verwirrt von dem, was geschehen war, beschlossen die jungen Männer, die Pflanzen zu schneiden, die die Figur des Hirsches (marratutuyari) bildeten, und sie in ihr Dorf zurückzubringen. Nach tagelanger Fahrt erreichten sie das Huichol-Hochland, wo ihr Volk auf sie wartete. Sie stellten sich sofort den Großeltern vor und erzählten ihnen von ihrem Erlebnis. Sie begannen, den Peyote (híkuri) an alle Menschen zu verteilen, und nach einiger Zeit heilte er sie, machte sie satt und löschte ihren Durst.

Sie begannen, Peyote (Híkuri) an alle Menschen zu verteilen, was sie nach einiger Zeit heilte, ernährte und ihren Durst löschte.

Von diesem Moment an waren die Huicholes sie verehren den Peyote, der sowohl Hirsch als auch Mais istihr Leitgeist. Und so pilgern sie bis heute jedes Jahr auf dieser Route vom Huichol-Hochland nach Wirikuta, um den Gott um Regen, Nahrung und Gesundheit für ihr Volk zu bitten.

Pampariusi (Dankeschön in der Sprache der Wirrarika).